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Das Programm des «generations 2014» steht fest

Die ersten Programmdetails des generations 2014 sind bekannt!
Erfahren Sie mehr in der Programm-Übersicht.

Impressionen vom Freitag und Samstag, 5. & 6. Oktober



Bilder: Stefan Deuber Photography.

Weitere Bilder vom diesjährigen generations finden sich in der aktuellen Bildergalerie 2012!

«generations» endet mit musikalischem Feuerwerk

Das Vienna Art Orchestra setzte am Schlusskonzert den absoluten Glanzpunkt des diesjährigen Festivals. «generations» 2012 verlief rundherum harmonisch und versetzte auch an seiner achten Austragung die Frauenfelder Innenstadt für eine Woche in ein kleines Greenwich Village. Die Besucherzahlen liegen leicht über denen des letzten Festivals.

Noch wehen die letzten Klänge durch die Gassen der Frauenfelder Altstadt, doch seit den frühen Morgenstunden des Sonntags ist «generations» 2012 Geschichte. Die achte Austragung des internationalen Jazztreffens in Frauenfeld endete fulminant. Das Konzert des weltbekannten Vienna Art Orchestras tauchte das Stadtcasino Frauenfeld in ein Meer der Klänge und Töne. Die fünfzehnköpfige Formation unter der Leitung des in Wien lebenden Schweizers Mathias Rüegg, die sich noch einmal in der Zusammensetzung aus der Mitte der achtziger Jahre zusammenfand, ersann die selten gewordene Kategorie der Jazzbigband noch einmal ganz von Neuem. Kein bisschen müde, mit unerhörtem Witz, überschäumender Fantasie und beispielloser Spielfreude führte das Vienna Art Orchestra durch sein ganz eigenes Klang-Universum – mit dabei auch der künstlerische Leiter des «generations», der gebürtige Frauenfelder Roman Schwaller am Tenorsaxophon. Das war ein ganz grosses Fest des Jazz. Das Publikum im voll besetzten Stadtcasino dankte es mit Begeisterungsstürmen und stehenden Ovationen.

Durchwegs positive Bilanz
Das Konzert setzte den glanzvollen Schlusspunkt hinter ein aus Sicht des Organisationskomitees durchs Band erfreuliches und erfolgreiches Festival. Oder um es mit den Worten des OK-Präsidenten Robert Fürer zu sagen: «Nach einer Woche voller grandioser Konzerte, Clubabende und Masterclass-Workshops bin ich zwar etwas müde, aber sehr glücklich über den guten Verlauf und die vielen musikalischen Höhepunkte. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass einmal mehr die Jazzwelt für acht Tage nach Frauenfeld blickte.» Eine erste Bilanz zeigt, dass das Festival auch bezüglich Publikumsaufmarsch ein Erfolg war. Am ersten Festivaltag sowie ab Mitte der vergangenen Woche war in den Clubs oft kein Durchkommen mehr. Auch die Konzerte fanden durchwegs guten Zuspruch. Sowohl die Besucherzahlen als auch die Billett-Einnahmen dürften leicht über den Werten des letzten Festivals liegen.

Talente gefördert und gefordert
Das Niveau der Teilnehmer an den Masterclass-Workshops war wie schon bei der ersten Austragung nach strengerem Modus vor zwei Jahren ausserordentlich hoch. Dies zeigte sich am Konzert der Förderpreisband am Freitag im Grossen Saal des Eisenwerks. Die frisch gewählte «generations Unit 2012» präsentierte sich sowohl technisch wie musikalisch absolut sicher und ausdrucksstark, wenn auch, nach nur zwei Probetagen, noch etwas respektvoll verhalten ob der anspruchsvollen Arrangements ihres Mentors und Workshop-Masters Adrian Mears. Die Wahl der Band fiel der Jury angesichts des hohen Niveaus aussergewöhnlich schwer. Währenddessen schätzten die Jungtalente die Anregungen, die sie in den Workshops und an den abendlichen Konzert- und Clubbesuchen kostenlos erhielten genauso wie die freundliche Atmosphäre in den Gastfamilien und in der Kantonsschule, wo die Workshops und Proben stattfanden. Sie bedankten sich mit temperamentvollen Jam Sessions im Jazzclub Schlosskeller, die oft bis in die frühen Morgenstunden die unentwegten Clubbesucher auf den Barhockern begeistert mitwippen liessen.

Kurze Wege und ein Hauch von Greenwich Village
Wer zu Fuss von Club zu Club pilgerte, schätzte die kurzen Distanzen und die friedliche Atmosphäre. Die einmalige Dichte an hochstehenden Jazz-Acts in der Frauenfelder Innenstadt und die Szenerie in den Clubs erinnerten an das legendäre New Yorker Jazzmekka Greenwich Village. Während Stadtammann Carlo Parolari am offiziellen Empfang im Rathaus betonte, dass eine Grossstadt wie Zürich solch kurze Wege und eine solch kleinräumige Übersichtlichkeit nicht zu bieten hätte, holte «generations» 2012 die Kantonshauptstadt für eine Woche aus ihrer üblichen Beschaulichkeit.

Reich an Stilen und Höhepunkten
Zu den weiteren Höhepunkten der diesjährigen Austragung zählten das Eröffnungskonzert von RUSCONI vor vollen Rängen und die dem Bebop und Hardbob gewidmeten Clubabende der amerikanischen Jazzgrössen. Eigens aus der Wiege des Jazz angereist, begeisterten insbesondere David Hazeltine, Piano, Peter Washington, Bass, und der legendäre Louis Hayes am Schlagzeug. Am Tag gaben die drei als Masters den jungen Talenten ihre Erfahrungen weiter, bis spät in die Nacht liessen sie ihre Instrumente selbst vibrieren. Bei den Liebhabern der feineren Klänge war der Jazzclub Terrasse mit den Auftritten der charmanten Wien-brasilianischen Sängerin Jacqueline Patricio da Luz und ihrer Band besonders beliebt. Die gut besuchten Vorabendkonzerte im VorStadttheater setzten einen stilistischen Kontrapunkt und warfen ein Schlaglicht auf das einheimische Schaffen – weit über die Kategorien des traditionellen Jazz hinaus. Die Auftritte fanden durchs Band gute bis begeisterte Kritik beim Publikum und in den Medien.

Impressionen vom Donnerstag, 4. Oktober



Die Stadt Frauenfeld swingt

DONNERSTAG, 4. OKTOBER

generations läuft sich warm und allmählich zur Höchstform auf. Mitte Woche zündete die zweite Stufe. In einem weiteren Jazzclub, dem Sternen, swingt es seit Mittwoch Abend. Der grosse John Marshall mit seinem Sextett gibt sich die Ehre, am Schlagwerk die New Yorker Jazzlegende Louis Hayes. In den anderen Clubs sind die Besetzungen neu. Im Jazzclub Terrasse ist nun das sinnliche Timbre der Wien-Brasilianerin Jacqueline Patricio da Luz zu vernehmen. Jazzmusiker sind an allen Ecken der Stadt zu treffen, verstärkt nun von der Gilde der Vienna Art Orchestra-Koryphäen, die am Samstag zusammen mit der weitgereisten Jazzfangemeinde ihre einmalige Reunion feiern. Im Schlepptau dieser sensationellen „Reunion“ bereichern sie nicht nur das Strassenbild, sondern da und dort auch die Besetzungen in den Clubs und Konzerten. So gab das Art Orchestra-Urgestein Herbert Joos am frühen Mittwochabend ein «Art of the Duo»-Stelldichein mit seinem Partner Feank Kuruc an der, nein, nicht Jazz-, sondern klassischen Gitarre. Subtile Töne vom Feinsten. Auch die leisen Klänge haben am generations ihren Platz, und entgegen einigen Unkenrufen dominiert in den Clubs, gerade während der ruhigeren Passagen, das begeisterte Hinhören.

Förderpreisband ist bestimmt

Die Würfel sind am Mittwoch, 3. Oktober, um 20 Uhr gefallen: Die internationale Förderpreisband ist bestimmt, seit Donnerstag 10 Uhr probt sie unter der Leitung von Adrian Mears für das Konzert der generations Unit 2012 im Grossen Saal des Eisenwerks. Die Auserwählten sind: Norbert Farkas, Bass (A), Lukas Gabric, Tenorsax (A), Mátyás Gayer, Piano (H), Timothy Hurley, Altosax (AUS), Christoph Neuhaus, Gitarre (D), Manuel Weyand, Schlagzeug (D). Noch einmal zu hören sind alle Jungtalente an der «generations Night», dem Abschlussabend des Masterclass Workshops 2012, am Donnerstag ab 19 Uhr im Jazzclub Schlosskeller.

Weitere Einblicke in den Masterclassworkshop bietet der Beitrag im Tele Top (Rubrik: Top Regio Thurgau, 00:18 bis 4:28).

Proben des Vienna Art Orchestra haben begonnen

Das Casino-Theater erbebt seit Donnerstag Morgen. Die Probentöne lassen die Vorfreude in die Glieder fahren. Mathias Rüegg, Conductor, Composer, Arranger, hat den Taktstock ergriffen – nicht zu bremsen wie eh mit seinem Grossaufgebot von 13 Spitzenmusikern aus ganz Europa – und der unvergleichlichen Vokalistin Lauren Newton. Das fährt ab, das wird ein Fest für den ganz grossen Jazz! Wer jetzt nicht nach Frauenfeld kommt, ist selber schuld.

«Greenwich Village» John Marshall Sextet feat. Louis Hayes im Jazzclub Sternen; von links: Johan Hörlén, alto sax; Louis Hayes, drums; John Marshall, trumpet; Peter Washington, bass; Grant Stewart, tenor sax; David Hazeltine, piano. (Bild: Stefan Deuber Photography)

Das Festival hat begonnen

Eröffnungskonzert mit RUSCONI in der Aula Kantonsschule; von links: Stefan Rusconi, piano, Fabian Gisler, bass, Claudio Strüby, drums. (Bild: Stefan Deuber Photography)

SAMSTAG, 29. SEPTEMBER

Der Auftakt von generations 12 mit RUSCONI war ein furioser und im besten Sinne "generations"– haben Stefan Rusconi und auch Fabian Gisler doch selbst einst die Masterclass Workshops in Frauenfeld durchlaufen. Das Trio zauberte, sprengte alle Grenzen der Stile und Emotionen und weckte in der voll besetzten Aula der Kantonsschule Begeisterungstürme.

Nach dem Eröffnungskonzert der Jungtalente liessen sich die Altmeister nicht lumpen, zupften, groovten, griffen in die Tasten, dass die zum Bersten vollen Clubs auf Feinste zu swingen begannen. Und das war erst der Anfang … generations 12 verspricht ein grosser Jahrgang zu werden. Das liess die Fortsetzung mit der bezaubernden Lisette Spinnler und dem virtuosen Christoph Stiefel im ersten Sonntagskonzert, der "Art of the duo" gewidmet, glasklar anklingen.

Begrüssung durch Pepe Lienhard

ZUM AUFTAKT

Liebe Jazzfreunde und -freundinnen

Als Neu-Thurgauer freue ich mich mit Euch zusammen auf das generations 2012.
Unterdessen weiss ich es ja besser. Aber bis jetzt gab es für mich nur alle zwei Jahre einen Grund von Zürich nach Frauenfeld zu fahren: das generations Festival!
Als Musiker, Jazzliebhaber und eifriger Konzertbesucher war mir immer klar, was dieses Festival so besonders macht. Im Gegensatz zu den meisten Festivals in der Schweiz geht es hier wirklich nur um Jazz.
Da kommt man als Jazzfreund jeden Tag auf seine Rechnung. Die Atmosphäre in Frauenfeld ist einzigartig, da ja nicht nur in ein oder zwei Sälen konzertiert wird, sondern eben in den verschiedensten Lokalen "die Post abgeht".
Einmal mehr hat Roman Schwaller, der international renommierte Jazzmusiker aus Frauenfeld, als künstlerischer Leiter des generations ein Programm mit modernem Jazz vom Feinsten zusammengestellt. Mir persönlich gefallen die Duo-Konzerte besonders gut. Das ist Musik, die so richtig zum Zuhören einlädt; da kann man die Solisten in Ruhe "auschecken". Aber auch sonst lässt das Programm keine Wünsche offen. Der Höhepunkt wird natürlich sicher die einmalige Reunion des "Vienna Art Orchestras" unter der Leitung von Mathias Rüegg sein. Wer diese Wahnsinnstruppe kennt, kann sich vorstellen, dass es eigentlich ein unmögliches Unterfangen war, diese Leute noch einmal zusammen auf die Bühne zu bringen. Roman Schwaller hat das Unmögliche wahr gemacht. Wir werden bestimmt eine Sternstunde erleben!
Auch der Masterclass Workshop unter der Leitung von Adrian Mears ist in seiner Art für die Schweiz etwas ganz Besonderes und für junge Schweizer Jazztalente eine Superchance, mit den besten Cracks zusammen zu spielen und von ihnen zu profitieren. Ein äusserst wichtiger Beitrag von generations für die Förderung und Entwicklung nicht nur der jungen Schweizer Jazzszene!
Enjoy "all that jazz" in Frauenfeld!

Pepe Lienhard

Bald ist's soweit...

DAS FESTIVAL VOR AUGEN

Das generations 2012 steht vor der Tür und wir freuen uns alle gemeinsam auf erneut intensive acht Tage internationalem "Modern-Straight-Ahead-Jazz and More" bei der insgesamt achten Ausgabe seit 1998!

In den nächsten Wochen werden ganz persönlich geschriebene Texte der KünstlerInnen auf die website hochgeladen, in denen sie den ZuhörerInnen Background Informationen über ihre Besetzungen und die Musik geben. Das finde ich viel sympathischer, als wenn wir - wie die meisten Veranstalter - einfach Inhalte von Biographien mit Copy & Paste einfügen würden. Nichtsdestotrotz werden wir auch Links zu den eigenen Websiten zur Verfügung stellen, damit man nicht auch noch googeln muss.

Was sind die Highlights? Nun - die Reunion "of the Original Vienna Art Orchestra" präsentiert die Band aus der Mitte der 1980er Jahre für ein einmaliges Zusammentreffen. Da das VAO ja auch viele Freunde in der Schweiz hatte, ist zu erwarten, dass der Andrang entsprechend gross sein wird (bitte frühzeitig reservieren!). Aber auch Legenden wie unser Schweizer Grandseigneur Daniel Humair oder der grosse Louis Hayes geben uns die Ehre, genauso wie Bands von weniger bekannten europäischen MusikerInnen, die wir gerne der Öffentlichkeit vorstellen möchten.

Wie immer findet in den ersten vier Tagen im VorStadttheater und der Eisenbeiz die parallel geführte Schiene der "Art of the Duos" und ihren Bands statt, in der wir vor allem die aktuelle Schweizer Jazzszene präsentieren. Aber wenn schon das "original" VAO zu Gast ist, dann müssen natürlich auch Lauren Newton, Wolfgang Puschnig, Herbert Joos und Harry Sokal präsentiert werden; sie treten in den letzten zwei der vier Tage auf.

Wir freuen uns auch euch!

Roman Schwaller, Künstlerischer Leiter

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